Betreut wurde dieser Zirkel von Sabine Heitmann und Freimut Wels. 1973 wurde dieser Tanzzirkel, dem ca. 30 Mitglieder angehörten, dem TV Borken als Tanzsportclub im TV Borken angegliedert, wodurch eine breitere Öffentlichkeit erreicht wurde. Ihren ersten großen Auftritt hatten die Mitglieder während der 750 Jahrfeier der Stadt Borken, wo man im Rahmenprogramm „Alte Tänze“ vorführte. Als weiterer Trainer stieß Gesine Wels dazu. Sabine Heitmann hörte aus Altersgründen auf. Die Abteilung wurde von Heinz Schulz und anschließend von Edmund Pusch geleitet. Trainiert wurde damals unter anderem im Foyer der Remigiusschule am Freitag Abend. Die Ehepaare Goeke und Pusch wurden aufgrund der Verdienste, die sie für den Tanzsport in Borken geleistet haben zu Ehrenmitgliedern ernannt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ende der 70er Jahre beschäftigten sich die Mitglieder der Abteilung mit der Gründung eines selbständigen Vereines, um mehr Entfaltungsmöglichkeiten zu bekommen. Große Unterstützung erhielten sie dabei von Freimut und Gesine Wels, die ihre neuen Räumlichkeiten, das Tanzcenter Borken, ab 1978 dem Verein für verschiedene Veranstaltungen, wie Trainingsabende, Vereinsfeiern, Tanzturniere etc. zur Verfügung stellten. Trainiert wurde nach wie vor im „Freitagskreis“, der Keimzelle des Vereins. Zum 1. Vorsitzenden wurde 1979 Erwin Schwabe gewählt, der diese Funktion mit einer Pause bis 2002 bekleidete. Von 1992 bis 1995 war Werner Holdschlag der 1. Vorsitzende.

Am 23.03.1980 wurde der Beschluss gefasst, die Abteilung als eigenständigen Verein aus dem TV Borken herauszulösen. Die Satzung wurde am 05. 12. 1980 verabschiedet und am 23.04.1981 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Borken eingetragen. Bis heute hat es 7 Satzungsänderungen gegeben. Die Verbindung zur Stadt Borken wurde mit der Wahl der Vereinsfarben Rot und Weiß bewusst von den Mitgliedern hergestellt. Das Vereinslogo wurde von Frank Bossmann entworfen. Bis in die neunziger Jahre hinein hat sich der Club ständig durch die tatkräftige Mithilfe des Trainerpaares vergrößert. Für das große Engagement, vor allem bei der Betreuung unserer Turnierpaare, wurden sie zu Ehrenmitgliedern ernannt. 

Neben Frank Boßmann sind mit Michael Huvers und Christoph Fellerhoff noch zwei weitere Gründungsmitglieder dem Verein seit 30 Jahren treu geblieben.

Viele Tanzschulkursbesucher wurden nach Abschluss ihrer Tanzkurse Mitglieder im Verein. Waren es zu Beginn überwiegend die „Senioren“, die den Verein bildeten hat sich dies deutlich zu Gunsten der Jüngeren und der Jugendgruppe gewandelt.

Zu den vielfältigen Aktivitäten des Vereines zählten Sommerfeste, ebenso wie Fahrradrallys, Fahrten, Weihnachtsfeiern, sowie seit Mitte der 90er Jahre der Neujahrsempfang.

Ein Höhepunk im Vereinsleben ist die jährlich stattfindende Herbstgala in der Stadhalle Vennehof, die seit 20 Jahren von Frank Boßmann sehr unterhaltsam und kurzweilig moderiert wird. Diese wurden zu Anfang mit Tanzturnieren veranstaltet. Ein Höhepunkt war der internationale Mannschaftskampf 1991. In den letzten Jahren wurde ein reines Show Programm mit hochkarätigen Showpaaren wie in diesem Jahr Timo Kultczak und Motseghetsi Mabuse, den amtierenden deutschen Meistern in den Lateinamerikanischen Tänzen. Die Herbstgala entstand aus dem Herbstball , der ursprünglich als vereinsinterne Veranstaltung erstmals 1983 im Tanz Center stattfand.

Auch Tanzturniere werden regelmäßig veranstaltet. Das erste 1983 im Tanz Center. Höhepunkte waren diverse Landesmeisterschaften mit dem Highlight der Landesmeisterschaft der Hauptgruppe S-Latein 1999. Als neues tanzsportliches Higlight hat sich der seit 2007 ausgerichtete Westmünsterland Dance Contest entwickelt. Ein Mehrflächenturnier auf drei Tanzflächen in der Mergelsberg Halle, an dem an einem Wochenende mehrere Hundert Teilnehmer in den unterschiedlichsten Klassen an den Start gehen. Dazu hat sich der Club ein eigenes Verlegeparkett zugelegt.

File0338klein (Ein Foto aus dem Vereins-Album: Die allererste Latein-Formation des TSC Rot-Weiß aus dem Jahre 1986.)

Für den Nachwuchs sind unsere Formationen sehr gefragt. 1980 wurde als erstes eine Paso Doble Formation präsentiert. Der Grundstein für unsere Wettkampfformation war jedoch die 1984 gegründete Sambaformation der Jugendgruppe, die 1985 in die Lateinformation überführt wurde. Die Musik für diese Formation wurde von Frank Bossmann und Christoph Fellerhoff zusammengestellt. Diese Mannschaft errang viel Routine bei zahlreichen Show Auftritten, wie den Biwaks bei der Bundeswehr in Rheine und Borken. Auch die Auftritte auf den Sylvesterbällen des Hotel Lindenhof waren Highlights, zum Teil mit speziell dafür choreographierten Showeinlagen. 1987 kam eine Discoformation dazu, die mit ihren Schwarzlichteffekten auf sich aufmerksam machte. Eine weitere Ergänzung erfolgte 1988 mit unseren Can-Can „Damen“, die auf vielen Veranstaltungen den Höhepunkt bildeten.

 

1989 wurde die erste Standardformation gegründet. Diese ging 1991 erstmals wettkampfmäßig an den Start und errang auf Anhieb den 2. Platz in der Regionalliga und verpasste in ihrer ersten Saison nur um einen Punkt den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Diese Mannschaft war sehr erfolgreich: 4. Platz German Open 1993 und Gewinner eines internationalen Formationsturnieres in Belgien 1994.

1991 wurde aufgrund der guten Nachwuchssituation das B-Team gegründet. Leider löste sich die Standardformation 1996 auf.

Auch 1991 startete die Lateinformation zum ersten mal in der Landesliga. Im Jahr 2000 stieg dieses Team in die Oberliga Latein auf, aus der es 2006 wieder abstieg. Trainiert wurden die Mannschaften bis 2002 von Gesine und Freimut Wels, die zeitweise unterstützt wurden von Christoph Fellerhoff, Jörg Weichert, Matthias Krügel, Dirk Burkamp und Andrea Kinner.

2007 folgte der Neuaufbau der Lateinformation und der direkte Wiederaufstieg in die Oberliga. 2008 gelang der erstmalige Aufstieg in die Regionalliga, wo sie bis jetzt noch tanzt.

Trainer der Formation waren seit 2002 Dirk Burkamp und Andrea Kinner, gefolgt von Dr. Martin und Miriam Schröer sowie Horst Fischer, Marc Sikau, Sven Jastrow und Antje Beckmann. Im Jubiläumsjahr trainiert Dr. Martin Schroer das A-Team und Marc Sickau mit Nicole Gaedecke die seit mehreren Jahren existierende 2. Lateinformationsmannschaft - das B-Team.

Seit 1991 wurde jährlich mindestens ein Formationsturnier durchgeführt. Higlights war sicherlich die Ausrichtung des Relegationsturniers zur 1. Bundesliga der Standard- und Lateinformationen 1992 im Vennehof.

Mitte der neunziger Jahre hatte der Verein mit knapp 250 Mitgliedern eine große Stärke erreicht. Im Leistungssportbereich gab es eine Trainingskooperation mit der TSA des TV Bocholt, so dass unsere Turnierpaare optimale Trainingsmöglichkeiten hatten. 1992 wurde auch ein Versuch gestartet eine Jazz-Dance Gruppe zu etablieren. Diese bestand aber nur einige Monate.

Die Formationen waren auch immer wieder der Bereich, aus dem sich Turnierpaare hervortaten. Sie sind der Grundstein für unsere Nachwuchsarbeit.

Sportlich haben den Club mittlerweile mehr als 40 Turnierpaare vertreten. Die Ersten waren Michael Huvers - Ulrike Schmitz, Hans Jürgen Vosskamp – Charlotte Wülfing und Stephan Vorfeld – Dorothee Bossmann. Am erfolgreichsten waren Thomas Hying mit Beate Kreierhoff (Hauptgruppe S-Standard) und Dirk Burkamp mit Andrea Kinner (Hauptgruppe A-Latein). Trainiert wurden die Turnierpaare ebenfalls von Gesine und Freimut Wels. von 1999 bis 2005 waren Andrea Kinner und Dirk Burkamp als Trainer C für den Verein tätig. Sie ebenfalls sind die ersten Mitglieder mit einer Wertungsrichterlizenz.

Seit 2000 existieren auch einige Kindertanzgruppen, die schon frühzeitig spielerisch den Nachwuchs an den Tanzsport heranführt.

2002 stand das Ehepaar Wels nicht mehr als Trainer für den Verein zur Verfügung.

 Im gleichen Jahr stand auch ein Führungswechsel im Vorstand statt. Neue 1. Vorsitzende ist seitdem Ingrid Herweg. Trainingsstätte wurde unter anderem die Sporthalle der Johann-Walling-Schule.

2004 wurde dann das neue Clubheim, das TAK (Tanz am Kino) bezogen. Die Mitgliederzahl stieg kontinuierlich, vor allem aufgrund der vielen Kindergruppen zwischenzeitlich sogar auf über 400 Mitglieder. Auch Hip Hop ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Vereinsprogammes. Der Verein ist sehr engagiert im Projekt „Tanzende Schulen“. Viele Tanz AG’s an verschiedenen Borkener Schulen werden vom Club betreut. Auch auf den Landeswettbewerben schneiden die Schulen mit vorderen Plätzen gut ab.

Mittlerweile hat der Verein ein sehr differenziertes Angebot entwickelt. Begonnen bei den Gesellschaftskreisen, über die vielen Kindergruppen, Hip Hop, Disco Fox, Standard und Lateinamerikanische Tänze, Lateinformationen, Showformation, Video Style Dance, Tango Argentino, Jump Style werden viele Tanzarte angeboten. Auch die Hip Hopper betreiben Ihren Sport mittlerweile leistungssportmäßig und gehen erfolgreich auf Wettkämpfe. Damit ist neben den Turnierpaaren aus dem Standard/ Lateinbereich und den Lateinformationen ein weiterer Leistungssportbereich entstanden. 

Quelle: Christoph Fellerhoff